Der Stilcoach für Männer
Erfolgreich unterwegs in Job und Freizeit

Herrenkleidung in den letzten Jahrzehnten war eher darauf ausgelegt, unsichtbar zu machen. Kein Wunder, dass so manche Manager an der Öffentlichkeit aus dieser Tristesse auszubrechen versuchen. Zugleich ist die Casualisierung des textilen Zeitgeistes nicht mehr aufzuhalten und sorgt für Verunsicherung, nicht nur in der Wahl des lässigen oder klassischen Schuhwerks.

Das war aber nicht immer so in der Kultur der Herrenmode: Als es noch Dandys und männliche Stil-Ikonen gab, war der Blick auf den eigenen Stil nicht Luxus, sondern Selbstverständlichkeit. Dieses Verständnis ist aber zwischen Terminen und Effizienz irgendwann verloren gegangen – bis hin zur freiwilligen Manager-Uniform.

Doch in unserer von Werbung und Medien geprägten Welt des ewigen Vergleichs kann sich keiner mehr leisten, die Herausforderung an unser Aussehen und Auftreten und den Umgang mit dem eigenen Körper in einer immer älter werdenden Gesellschaft nicht anzunehmen.

„Stilgeheimnisse für Männer“ behandelt Ihre Fragen nicht aus der distanzierten Haltung der Etikette, sondern mit dem intimen Blick einer Beraterin für Kleidung, Image und Kleiderschränke. Schließlich sind, wo es um Kleidung geht, Gefühle, Selbstwert und Wünsche nicht fern. Und so ist auch das vierte Buch unserer Autorin ein Freund im Alltag, ein Ratgeber, der inspiriert, Mut macht und Anleitung in den kleinen und großen Stilfragen des Lebens gibt.

 

Leseprobe: Inhaltsverzeichnis und Vorwort (PDF)

 

Stimmen zum Buch:

»Man muss verstehen, was den Unterschied von Stil und Style ausmacht. Katharina Starlay füllt die Lücke und dürfte damit nicht nur Mode-Interessierten, sondern auch jungen Menschen auf dem Weg zu sich selbst wertvolle Begleitung geben.
Mit viel Wissen und Wärme geschrieben hilft dieses Buch, seinen eigenen Stil zu finden.«

Dr. Hermann Bühlbecker
Lambertz Gruppe

 

»Eine gute Verhandlung fängt mit dem Vertrauen an, das mit dem ersten Eindruck seinen Anfang nimmt. Die Kleidung sollte zeigen, wofür jemand steht. Davon lebt das Geschäft. Dieser Stilcoach ist echte Business-Lektüre.«

Roland Ross
Geschäftsführer / Managing Director
Airport Club Frankfurt GmbH


Das unveröffentlichte Nachwort

Manchmal kommt es vor, dass eine Passage gestrichen werden muss, damit der Inhalt zwischen zwei Buchdeckeln noch Platz findet, und so ging es in der letzten Lektoratsphase dem Nachwort an den sprichwörtlichen Kragen. Für Liebhaber und Neugierige finden Sie deshalb hier das unveröffentlichte Nachwort:

 

"Das rein Äußerliche hat keinen besonders guten Ruf. Man müsse auf die inneren Werte der Menschen schauen, heißt es immer. Und doch …" beginnt ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung von Philip Plickert. Die Veröffentlichung vom 21. Mai 2017 liefert genügend Erkenntnis, dass Aussehen unterwegs zur Macht und auch sonst im Leben durchaus eine Rolle spielt – überall da, wo die Bereitschaft des Betrachters, sich auf tiefere Informationen hinter der Fassade einzulassen, gering ist. Und in unserer schnell-lebigen Zeit wird sie das zwangsläufig: Informationen werden heute in höchstem Tempo durch Bilder vermittelt.
Das bedeutet: Ihre Kleidung muss Ihre Sprache sprechen und über Sie sagen, wozu Sie oft keine Gelegenheit haben, sozusagen stellvertretend für Sie. Deshalb ist sie so wichtig. „Style is a way to say who you are without having to speak“ (engl. Stil ist ein Weg, ohne Worte mitzuteilen, wer Du bist) heißt es auch. Und erst im Zenit der Macht spielt das Aussehen eine untergeordnete Rolle, so Plickerts Résumée.

Ein Buch darüber zu schreiben bedeutet, Gedanken, Werte und Erfahrungen nicht als durchlaufenden Posten zu behandeln, sondern greifbar und verbindlich zu vermitteln. Brauchbares, das auch in Jahren noch gültig ist. Natürlich ruft das nicht immer nur Freunde auf den Plan: Einen Shitstorm erntete ich für einen meiner ersten Texte in der eigenen Kolumne für das Manager Magazin. Ich hatte mich daran gewagt, über Dekolletés von Frauen im Business zu schreiben – immer im Kopf die Berichte von Ihnen, den Männern, dass Sie nicht selten in Verlegenheit geraten und oft nicht wissen, wohin Sie blicken sollen angesichts der Offenherzigkeit bei manchen Damen. Nur sahen das die empörten Frauen anders, die Freiheit für ihr Dekolleté begehren. Die Beschimpfungen erspare ich Ihnen an dieser Stelle lieber …

Wann auch immer man eine Sicht einnimmt, gibt es auch eine andere. Und so bleibt das Gespräch zwischen Frauen und Männern spannend, nicht zuletzt im Umgang mit Kleiderfragen. Manche haben einen so entwaffnenden Umgang damit, dass ich schon in witzige Situationen geraten bin:
Da ist der Geschäftspartner, der in einer Lounge vor den staunenden Augen der Öffentlichkeit sein neues Hemd präsentiert. Der Freund, der seine neuen Maßhemden an einem Tag im Hochsommer auf der Straße eines Wohngebiets gleich vorführen will und dabei seinen trainierten Oberkörper freilegt. Der Kunde, der seinen älteren Maßanzug zur Begutachtung zum Meeting am Airport mitbringt. Es sind immer wieder Vertrauensbeweise und eine gute Prise Begeisterung, die zu interessanten Szenen werden.
Männer, die Vertrauen gewonnen haben, interessieren sich (manchmal) wenig für Formalien. Kleidung wird zum Thema, wo sich gerade die Gelegenheit ergibt, auch und gerade an Flughäfen und Bahnhöfen, den Kreuzungen der geschäftlichen Mobilität.
Aktuell bewegt die Frage, ob und inwieweit Stilberatung auch über das Internet funktioniert: Geht Vertrauen digital? Und lassen sich textile und persönliche Farben über den Bildschirm wirklich sauber erkennen? Was ist mit dem individuellen Befinden dahinter, welches Kern der Stilberatung oder des Stilcoachings ist? Lässt sich das auch digital erledigen?
Wo die Angebotswelt verwirrend wird, muss sich der Konsument selbst schlau machen. Er muss – Sie müssen herausfinden, was der richtige Weg für Ihren persönlichen Style ist.

Dass Sie sich damit in Zukunft wohler fühlen als bisher und Entscheidungen für die richtigen Berater treffen – das war mein Ziel. Und dass Sie über Ihre Kleidung nicht mehr nachdenken müssen, weil sie so gut ist, das ist mein Wunsch.

Ihre Katharina Starlay