Katharina Starlay im Gespräch

Rhein-Main Mix am Mittwoch 30. Dezember 2014
(Artikel als PDF)

Neues Jahr, neuer Stil

Wiesbadener Imageberaterin gibt Tipps, wie Sie 2015 bei Ihrem gegenüber noch besser punkten können

Morgen steht Silvester bevor. Viele Menschen nehmen dieses Datum zum Anlass, um mit guten Vorsätzen ins neue Jahr zu starten. Ob eine bes- sere Ausstrahlung oder eine optimierte Körper- haltung: Imageberaterin und Modedesignerin Katharina Starlay aus Wiesbaden gibt Tipps, wie Sie 2015 mit viel Stil bei Ihrem Gegenüber punk- ten können. Von Stefanie D. Stobbe

Frau Starlay, wie wichtig ist der erste Eindruck, wenn man einen Menschen kennenlernt?

Katharina Starlay: Er ist der „Türöffner“, der darüber entscheidet, wie das Gespräch verlaufen wird. Natürlich kann ein tolles Outfit nicht darüber hinweg täuschen, wenn jemand inhaltlich nichts zu bieten hat. Ein Gesprächspartner gleicht aber die optische Botschaft unweigerlich mit der verbalen Aussage ab und entscheidet in wenigen Sekunden, ob er dem Menschen glaubt oder nicht. Konkret macht der optische Eindruck 50 Prozent der ersten unwiederbringlichen Sekunden einer Begegnung aus. Und was man hört und sieht, bleibt noch einmal zu etwa 50Prozent im Langzeitgedächtnis. So funktioniert unser Gehirn. Darum wissen auch viele Paare bis heute, was sie anhatten als sie sich das erste Mal trafen.

Kann man eine bessere Ausstrahlung überhaupt lernen? Wenn ja, wie?

Starlay: Natürlich! Wer sich gerade mental im Tiefstatus befindet, weil er zum Beispiel berufliche Rückschläge hatte, tut sich naturgemäß schwer mit einer positiven Ausstrahlung. Die aktuelle Situation muss daher in die Beratung einbezogen werden.Schöne Kleidung, in der man sich wohlfühlt, strahlt aber auch wieder zurück und hebt das Selbstbewusstsein – genauso wie eine gute Körperhaltung oder der viel zitierte Friseurbesuch nach einer Trennung. Diesen Effekt sollte man nicht unterschätzen! Also ist es durchaus legitim, sich „von außen“ etwas Gutes zu tun: Ein neuer Style, ein Flirt, Gespräche mit guten Freunden, eine Reise, gute Nahrung und ein Bewegungsplan, der dem Körper Elastizität und Schwung gibt. Viele Leute vernachlässigen ihren Körper und wundern sich auch noch, wenn er schlaff aussieht und sich auch so anfühlt. Dabei sind 10 bis 12 Minuten täglicher Bewegung ausreichend für eine schöne Körperspannung. Kurzfristig profitiert die Ausstrahlung, wenn Sie eine bewusst gute Haltung einnehmen: Beide Füße hüftbreit auf den Boden stellen, Brustkorb nach vorne, Kinn hoch, Blick hoch. Bewusst in den Bauch atmen und an etwas Schönes denken, sich den Erfolg bildhaft ausmalen. Das funktioniert gut vor Präsentationen und wichtigen Gesprächen. Und auch die Stimme am Telefon bekommt mehr Ausstrahlung, wenn Sie angezogen sind, Schuhe tragen und möglichst im Stehen Telefonieren.

Mit welcher Körperhaltung kommt man bei seinem Gegenüber am besten an?

Starlay: Zugewandt und die intime Distanzzone respektierend. Eine aufrechte Haltung bietet mehr Fläche und wirkt immer freundlicher als eine verschlossene, nach innen gesunkene. Die Haltung sollte aber auch mit der Rolle im Gespräch harmonieren, zum Beispiel leicht zurückgelehnt und mit wachem Blick, wenn ich gerade zuhöre. Zuhören ist ohnehin eine Zauberformel: Wir haben ja nicht umsonst zwei Ohren und nur einen Mund: damit wir mehr zuhören als reden. Und ein guter Zuhörer, der noch die richtigen Rückfragen stellt, wirkt immer sympathisch.

Wie wichtig ist es, gut gekleidet zu sein? Und was bedeutet „gut gekleidet“ für Sie überhaupt?

Starlay: Kleidung und Styling sind mein Berührungspunkt mit der Welt. Er ist da, bevor überhaupt ein Wort gesprochen wurde. „Gut gekleidet“ heißt in meiner Welt, dass alle Details der Erscheinung selbstverständlich und nicht verkleidet wirken, weil sie nicht dem Zufall überlassen, sondern auf den Menschen abgestimmt sind.

Sie sprechen in Ihrem Buch „Stilgeheimnisse“ von „Farbsignalen“. Welche Wirkungen haben Farben? Gibt es einen Ton, der sowohl bei Männern als auch bei Frauen immer gut ankommt?

Starlay: Unabhängig von der „Farbtemperatur“ warm oder kalt, hat jede Grundfarbe eine Aussage. Rot beispielsweise steht für Dynamik – aber auch Aggression. Das ist toll, wenn ich eine flammende Rede vor vielen Zuschauen halten will – aber zu viel, wenn ich ein kritisches 4-Augen- Gespräch mit jemandem führen will. Deshalb sind Grundfarben immer vor dem Hintergrund der Absicht zu bewerten. Generell wirken helle Nuancen freundlicher – und es wirkt auch ein Mensch freundlicher, wenn er die hellen Farbanteile in seiner Escheinung erhöht.

Welche Rolle spielen Düfte, um sympathisch oder kompetent rüberzukommen?

Starlay: Mein Tipp: Wenn Sie Ihren persönlichen Duft auswählen gehen, kleiden Sie sich entsprechend dem Anlass, zu dem Sie ihn tragen wollen und passend zum Typ. Und nehmen Sie sich Zeit für den Einkauf!

 

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